Monday, 21. October 2013 12:07 Alter: 4 Jahr(e)

Wohnhausbrand Haardter Berg

Kategorie: Einsätze

 

Siegen, 27. Juli 2013. Gegen 15.30 Uhr wurden wir durch die Leitstelle unter dem Alarmstichwort „Feuer 4, AGT dringend erforderlich“ nach Weidenau auf den Haardter Berg in die Hölderlinstraße nahe der Uni alarmiert. Schon auf der Anfahrt über die HTS in Höhe der Wache konnte man eine Rauchsäule sehen, die  über der Einsatzstelle stand.

Allen anrückenden  Kräften wurde bereits zu diesen Zeitpunkt klar, dass dieser Einsatz  lang und kräftezerrend werden könnte. Beim Eintreffen wurde diese Vermutung bestätigt, denn andere Einheiten der Siegener Feuerwehr waren bereits mit den Löscharbeiten unter Hochdruck beschäftigt.

Zunächst meldete unsere  Gruppenführerin dem zuständigen Abschnittsleiter die Einsatzbereitschaft und ließ sich grob in die Lage einweisen. Danach erging der Befehl, sich mit Atemschutz  auszurüsten und sich auf Abruf in Bereitstellung zu begeben. Von dort wurden die Atemschutzgeräteträger nach und nach in den Einsatz geschickt. Die Löscharbeiten als solche gestalteten sich als schwierig. Zeitweilig waren mehrere Trupps sowie zwei Drehleitern parallel im Einsatz.

Bei Temperaturen von gefühlten 40° C in der Sonne war dieser Einsatz in  dicker Schutzkleidung und unter schwerem Atemschutz eine erhebliche Belastung, sodass so mancher ins Schwitzen geriet und auch Kreislaufschwierigkeiten an diesem Tage keine Seltenheit waren.

Da Betreuungskräfte verschiedener Hilfsorganisationen und ein Arzt vor Ort waren,  wurden die Einsatzkräfte vorbildlich mit Getränken und auch medizinisch versorgt.

Ein Linienbus, der sich zum Zeitpunkt des Brandes gerade in der Nähe befand, wurde kurzerhand zum Betreuungsplatz umfunktioniert und dank Klimaanlage erfreute sich dieser regen Zuspruchs durch die Einsatzkräfte.

Nach knapp sechs Stunden war für unsere Einheit der Einsatz beendet und wir konnten wieder einrücken. Dies bedeutete aber nicht das Einsatzende für die anderen Kameraden zu denen zwischenzeitlich auch Kräfte aus anderen Städten gestoßen waren.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.


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